Seiltänzertraum

26 07 2009

Jede Nacht träumen wir. Mal erinnern wir uns daran, mal nicht. Oft sind Träume turbulent; manchmal auch leise und wohltuend. Doch was wohl den meisten Träumen gleich ist: im Traum ist etwas, was gar nicht ist.
Du hast bestimmt auch schon die spannendsten Träume erlebt, in denen du vieles machen konntest, was im wahren Leben nicht einmal denkbar ist. Ich konnte früher in meinen Träumen oft fliegen. Vielleicht bist du ja ein Held, der die Menschen vor etwas rettet. Vielleicht schaffst du etwas ganz besonderes. Oder womöglich erlebst du einen traumhaft schönen Tag, ganz ohne Sorgen.
In Träumen ist etwas, was gar nicht ist. Wir können etwas erleben, was wir in Wirklichkeit nie erleben könnten…

…Im Traum ist etwas, was gar nicht ist… Und wie ist das andersherum?
Die Umkehrung haben wir am CVJM-Kolleg vor kurzem erfahren müssen. Es war etwas, was wie ein Traum schien, und doch bittere Realität ist. Ein Bruder, guter Freund und treuer Diener voll Sehnsucht nach Gott ist von uns gegangen. Einfach tot. Für immer. Für mich: ein „Seiltänzertraum“. Im gleichnamigen Lied heißt es „Ich stürz’ ab, doch ich lebe noch. Dein Netz fängt mich auf…“. Das ist eine Sehnsucht in mir; dass er zwar abgestürzt ist, doch nicht so sehr; dass ich ihn wiedersehen kann im September.
So geht es mir und vielen. Wenn ein Mensch stirbt, der einem nahe steht, ist es nicht denkbar, nicht vorstellbar, dass dieser einfach nicht mehr wiederkommt. Und doch – es ist so.

Was bleibt? Erinnerungen. Und Hoffnung.

Vieles schöne habe ich, haben wir mit ihm erlebt. Diese Erinnerungen sollten wir uns bewahren. Doch nicht immer darin „rumkramen“; jedenfalls nicht zu oft. Aber auch nicht vergessen! Sie sind wie ein Schatz, den man sich bewahren sollte, um ihn zu besonderen Zeiten hervorzuholen, zu bestaunen und sich daran zu erfreuen.

„Dein Netz fängt mich auf…“ – Hoffnung – ich glaube und hoffe zugleich ganz fest, dass unser Bruder jetzt bei unserem Dad ist. Dass er jubelnd und dankbar vor Gott steht, auch wenn er vielleicht mit einem wehmütigen Auge auf uns schaut. Doch ich bin sicher und weiß, dass es ihm gut geht.

…Ein Seiltänzertraum… Noch ist er klar zu sehen. Doch mit der Zeit wird er ein wenig verblassen. Das ist gut und heilsam. Aber manchmal lohnt es sich, Träume zu bewahren… Lasst uns das, ganz gechillt, tun. Und lasst uns unserem barmherzigen Gott die Ehre geben für die Zeit, die wir mit Stocki haben durften und für diese, die er jetzt haben darf!

Du hast bestimmt auch schon die spannendsten Träume erlebt, in denen du vieles
machen konntest, was im wahren Leben nicht einmal denkbar ist. Ich konnte früher
in meinen Träumen oft fliegen. Vielleicht bist du ja ein Held, der die Menschen
vor etwas rettet. Vielleicht schaffst du etwas ganz besonderes. Oder womöglich
erlebst du einen traumhaft schönen Tag, ganz ohne Sorgen.

In Träumen ist etwas, was gar nicht ist. Wir können etwas erleben, was wir in
Wirklichkeit nie erleben könnten…
…Im Traum ist etwas, was gar nicht ist… Und wie ist das andersherum?

Die Umkehrung haben wir am CVJM-Kolleg vor kurzem erfahren müssen. Es war etwas,
was wie ein Traum schien, und doch bittere Realität ist. Ein Bruder, guter Freund
und treuer Diener voll Sehnsucht nach Gott ist von uns gegangen. Einfach tot. Für
immer. Für mich: ein „Seiltänzertraum“. Im gleichnamigen Lied heißt es „Ich
stürz’ ab, doch ich lebe noch. Dein Netz fängt mich auf…“.

Das ist eine Sehnsucht in mir; dass er zwar abgestürzt ist, doch nicht so sehr;
dass ich ihn wiedersehen kann im September.

So geht es mir und vielen. Wenn ein Mensch stirbt, der einem nahe steht, ist es
nicht denkbar, nicht vorstellbar, dass dieser einfach nicht mehr wiederkommt. Und
doch – es ist so.
Was bleibt? Erinnerungen. Und Hoffnung.

Vieles schöne habe ich, haben wir mit ihm erlebt. Diese Erinnerungen sollten wir
uns bewahren. Doch nicht immer darin „rumkramen“; jedenfalls nicht zu oft. Aber
auch nicht vergessen! Sie sind wie ein Schatz, den man sich bewahren sollte, um
ihn zu besonderen Zeiten hervorzuholen, zu bestaunen und sich daran zu erfreuen.

Hoffnung – ich glaube und hoffe zugleich ganz fest, dass unser Bruder jetzt bei
unserem Dad ist. Dass er jubelnd und dankbar vor Gott steht, auch wenn er
vielleicht mit einem wehmütigen Auge auf uns schaut. Doch ich bin sicher und
weiß, dass es ihm gut geht.
…Ein Seiltänzertraum… Noch ist klar zu sehen. Doch mit der Zeit wird er ein
wenig verblassen. Das ist gut und heilsam. Aber manchmal lohnt es sich, Träume zu
bewahren… Lasst uns das, ganz gechillt, tun. Und lasst uns unserem barmherzigen
Gott die Ehre geben für die Zeit, die wir mit Stocki haben durften und diese, die
er jetzt haben darf!


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